Freizeitfahrplan

Elsass und Vogesen - Ausflüge mit Bahn und Bus

Tourentipps Saverne/Hanauer Land

Tourentipp 1:

Mit dem Bus unterwegs zwischen Saverne und Obermodern

BOUXWILLER maisons a colombages oriels C.FLEITH 022In Bouxviller, Foto: C. FleithZwei Höhepunkte des ,Pays de Hanau’ kann man mit einer Buslinie zwischen diesen beiden Orten kennen lernen: Neuwiller-lès-Saverne und Bouxwiller. Die mehrmals am Tage verkehrenden Busse ermöglichen Fahrtunterbrechungen, um beide Orte und außerdem Saverne zu besuchen.

Eine halbe Stunde nördlich von Saverne liegt Neuwiller-lès-Saverne, das sein mittelalterliches Stadtbild gut erhalten hat. Drei romanische Kirchen bilden die architektonischen Höhepunkte: die ehemalige Abteikirche St-Pierre-et-St-Paul aus dem 9.-13. Jh., die nahe gelegene Doppelkapelle aus dem 11. Jh. und die heute protestantische Kirche St-Adelphe aus dem 13. Jh. Sehenswert ist auch der jüdische Friedhof am Rande der Stadt.

Zehn Busminuten weiter liegt Bouxwiller. In der alten Hauptstadt der Grafschaft Hanau-Lichtenberg steht das gräfliche Schloss zwar schon lange nicht mehr – es wurde in der französischen Revolution zerstört –, aber es finden sich eine ganze Reihe sehenswerter Bauten und Museen. So ist in der ehemaligen Synagoge das ,Jüdisch-elsässische Museum’ untergebracht und in einem alten Getreidespeicher das ,Musée du Pays de Hanau’. In der protestantischen Kirche sind eine Silbermannorgel und eine schöne Kanzel zu besichtigen, und sehenswerte Fachwerkhäuser runden das Stadtbild ab.

Wer sich hier gut 2 Stunden Zeit nehmen möchte, kann südwestlich der Stadt auch eine kleine Wanderung auf dem ,Sentier géologique’ unternehmen, der zu schönen Aussichtpunkten auf dem Kleinen und dem Großen Bastberg führt.

VCD-Fahrplankarte

Empfohlene Wanderkarten: IGN 3714 ET und 3715 OT (1:25.000) oder Club Vosgien Karte 1/8 (1:50.000)

An- und Rückfahrt: Mit TER-Zügen von Strasbourg Richtung Sarreguemines bis Bf. Obermodern und ab Bf. Saverne zurück nach Strasbourg oder umgekehrt.

Fahrplan 141 Ortenau – Strasbourg – Obermodern – Bouxwiller – Saverne

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Tourentipp 2:

Wanderung zur Ruine Lichtenberg

15 Burg Lichtenberg 05Die ab 1200 entstandene Burg liegt auf 480 m über den Wäldern der Nordvogesen. Im 16. Jh. wurde sie durch die Grafen von Hanau-Lichtenberg umgebaut und nach der Eroberung durch die Franzosen im 17. Jh. zur Festung ausgebaut.

1870 wurde sie von den Deutschen zerstört, kurz darauf aber unter Denkmalschutz gestellt. Seit 1993 wird ein umfangreiches Restaurierungsprojekt der noch in großen Teilen erhaltenen Ruine mit dem Einbau moderner Gebäudeteile durchgeführt.

Die Burg ist heute Rahmen für vielfältige Ausstellungen und andere kulturelle Aktivitäten. Vom eindrucksvollen Bergfried aus hat man einen herrlichen Blick weit über das nördliche Elsass.

Burg und Dorf Lichtenberg kann man montags bis freitags mit dem Bus oder auf einem schönen, ca. 2,5-stündigen Weg (8 km) von Ingwiller aus erreichen. Man läuft auf der Rue de la Gare nach Norden bis man den Fernwanderweg GR 531 kreuzt. Man biegt nach rechts auf ihn ein und folgt seinen blauen Markierungen durch den Ort und dann 2 km über freies Land.

Ab dem ,Maison Forrestière du Seeberg’ steigt man durch Wald auf. Dabei kommt man – immer weiter auf dem GR 531 – bei den Überresten des ,Tierkirchleins’ vorbei, das im 13. Jh. erbaut wurde und bis ins 19 Jh. ein beliebter Wallfahrtsort war.

Für den Rückweg von Lichtenberg nach Ingwiller kann man montags bis freitags abends den Bus nehmen oder man schlägt einen westlich des GR 531 verlaufenden Weg zurück in die kleine Stadt ein (noch einmal ca. 8 km). Dafür geht man zunächst entlang des GR 53 (rote Markierung) südwestlich aus dem Dorf hinaus und zweigt bald darauf links ab. Die Markierung rot-weiß-rot führt zurück zum Bahnhof Ingwiller.

VCD-Fahrplankarte

Empfohlene Wanderkarte: IGN 3714 ET (1:25.000).

An- und Rückfahrt: Mit TER-Zug ab Strasbourg in Richtung Sarrguemines bis Bf. Ingwiller, von dort mit TER-Bus nach Lichtenberg und zurück.

Fahrplan 13 Offenburg – Strasbourg – Ingwiller – Lichtenberg

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Tourentipp 3

Kloster Marmoutier und der Tannenwald-Rundweg

Klosterkirche MarmoutierKlosterkirche Marmoutier, Foto: Gustave Graetzlin/WikipediaDer Ursprung des Klosters geht bis auf das späte 6. Jahrhundert zurück, im 8. Jahrhundert schloss es sich der benediktinischen Regel an. Die Kirche in rotem Sandstein ist ein bedeutendes Beispiel der romanischen Architektur des 11. und 12. Jahrhunderts. Besonders berühmt ist die Westfassade.

Wir beginnen die Wanderung auf dem Platz vor der Kirche – natürlich nicht, ohne das beeindruckende Bauwerk besichtigt zu haben. Wir folgen der Markierung blauer Ring zunächst auf den Heckberg, von wo aus wir einen schönen Blick auf Stadt und Klosterkirche genießen können. Weiter geht es vorbei am Rastenkreutzel in Richtung Dimbsthal. Dabei können wir auch an einer Orientierungstafel die verschiedenen Gipfel der Region entdecken: den Schneeberg, den Vallsberg, den Reutemburgkopf u.a.

Durch das hübsche Dorf Dimbsthal folgen wir weiter den blauen Ringen zum nächsten Zwischenziel Buchberg. Weiter geht es zum Weiler Moulin de Champagne mit seiner alten Mühle und dem Gebetshaus. Nun wenden wir uns nach Nordosten und können, kurz bevor wir im ‚Tannenwald‘ die Forstermatt erreichen, einen Ausblick auf die Burgruine Haut-Barr, den Brotschturm und die Stadt Saverne genießen.

Bevor wir schließlich nach gut 4 Stunden zurück nach Marmoutier kommen, können wir noch die Kapelle auf dem Sindelsberg und eine Lourdes-Grotte besichtigen.

Der beschriebene Weg hat eine Länge von 13 km, nur geringe Höhenunterschiede und ist leicht zu begehen.

VCD-Fahrplankarte

Empfohlene Wanderkarten: Club Vosgien Karte Nr. 1/8.

An- und Rückfahrt: Vom Busbahnhof Strasbourg mit Bus 230 bis Wasselonne, von dort mit Bus 420 über Marmoutier nach Saverne. Rückfahrt von dort mit TER-Zug über Strasbourg.

Fahrplan 142 Offenburg – Strasbourg – Wasselonne – Saverne

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Fahrrad-Tourentipp

Durchs "Ackerland" zu romanischen Kirchen

St-Jean-Saverne, Abteikirche; Foto  Ralph HammannSt-Jean-Saverne, Abteikirche; Foto: Ralph Hammann/WikipediaDiese mittelschwere Radtour von knapp 85 km Länge führt uns auf einer Rundstrecke weitgehend auf wenig befahrenen Straßen und einer Meereshöhe zwischen 165 und 300 m durch das Herz des "Hanauerlandes".

Wir starten am Bahnhof von Dettwiller, den wir mit der Bahn von Strasbourg in Richtung Saverne und Sarrebourg erreichen. Durch den Ort starten wir nach Norden und gelangen auf der D232 durch das leicht hügelige "Ackerland" über Gottesheim, Prinzheim und Riedheim nach Bouxwiller, dem ersten Höhepunkt unserer Tour. Das Rathaus aus dem 17. Jahrhundert, das jüdisch-elsässische Museum in der ehemaligen Synagoge und sehenswerte Fachwerkhäuser aus dem 15.-18. Jahrundert machen einen kleinen Rundgang lohnend.

Nun wenden wir uns zunächst auf der D133 nach Westen, von der bald ein Radweg abzweigt, der uns bis nach Neuwiller-lès-Saverne führt. Hier lohnen besonders die ehemalige Abteikirche St-Pierre-et-St-Paul sowie die ev. Adelphikirche (beide 12.-13. Jh.) die Besichtigung. Eingebettet sind die beiden Kirchen in ein weitgehend erhaltenes mittelalterliches Stadtbild.

In Richtung Süden fahren wir nun über D14, D219 und D619 nach Saverne. Dabei kommen wir durch hübsche Orte wie Dossenheim, Ernolsheim und St-Jean-Saverne mit seiner romanischen ehem. Abteikirche und der Wallfahrtskapelle auf dem nahen "Mont-St-Michel". Über Eckartswiller und Ottersthal gelangen wir schließlich nach 29 km Fahrt nach Saverne (siehe Haupttext). Hier bestünde die Möglichkeit, mit dem Zug zurück nach Strasbourg zu fahren.

Für die, die jedoch noch Lust auf mehr schöne Elsass-Orte und -Landschaften haben, geht es weiter nach Süden in Richtung Marmoutier (siehe Tour 3) über Gottenhouse und Sindelsberg, wo man an der St-Blaise-Kapelle aus dem 12. und 16. Jh. Halt machen sollte.

Das nächste größere Ziel nach Marmoutier ist Wasselonne, wohin man auf der D817/224 über Salenthal und Romanswiller gelangt. Hier sind besonders die Türme des ehemaligen Schlosses, die katholische Stadtkirche St-Jean-Bosco von 1941 und zwei ehemalige Bahnhöfe sehenswert.

Danach geht es weiter durch die leicht hügeliche Landschaft über Marlenheim, Kuttolsheim (D220), Neugartheim, Willgottheim, Rohr (D25) und Ingenheim (D67), zuletzt entlang des Rhein-Marne-Kanals zurück zum Bahnhof Dettwiller.

VCD-Fahrplankarte

Empfohlene Fahrradkarte: bikeline ,Elsass Nord'.

An- und Rückfahrt: Vom Bahnhof Strasbourg mit den TER-Zügen in Richtung Saverne - Sarrebourg bis zum Bahnhof Dettwiller und von dort bzw. von Saverne zurück.

Fahrplan 14 Offenburg – Strasbourg – Saverne – Metz / Nancy

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